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„Durch den Mut sich selbstständig zu machen und den guten Ideen von Existenzgründern bleibt ein Wirtschaftsstandort lebendig, werden neue Arbeitsplätze geschaffen und dem Standort neue Perspektiven und Märkte eröffnet“, so Oberbürgermeister Peter Jung. Da verwundert es nicht weiter, dass auch das Stadtoberhaupt bei diesem Anlass gerne mitfeierte, schließlich bietet das W-tec Raum für eben diese mutigen Existenzgründer und ihre Ideen.

Vor 20 Jahren wurde die Technologiezentrum Wuppertal W-tec GmbH von der Stadt Wuppertal – vertreten durch die Wirtschaftsförderung – führenden Wuppertaler Unternehmen, vier Geldinstituten und der IHK gegründet. Am 25. Februar 1992 wurde der Gesellschaftervertrag unterzeichnet, jetzt wurde der 20. Geburtstag gemeinsam mit Gesellschaftern, Förderern, ehemaligen und aktuellen Mietern sowie vielen hochrangigen Vertretern aus Politik und Verwaltung gefeiert.

Mit dem Erfolg hat man nicht von Anfang an gerechnet: „Keiner hätte vor 20 Jahren gedacht, dass sich die zarte Pflanze W-tec zu einem so stattlichen Baum entwickelt“, erzählt Dr. Rolf Volmerig, ehemaliger W-tec-Geschäftsführer und heutiger Vorstand der Wirtschaftsförderung, die die Hälfte der Gesellschafteranteile hält. Mit rund 1.300 Quadratmetern vermietbarer Fläche und sechs Firmen habe man seinerzeit in der Müngstener Straße 10 (heute Sitz des Straßenverkehrsamtes) angefangen. „Mit 160 ansässigen Unternehmen und über 12.000 Quadratmetern vermietbarer Fläche ist das W-tec zu einem wichtigen Technologietreiber und Wirtschaftsfaktor Wuppertals geworden.“

Seit 2003 hat Dr. Martin Hebler das Ruder des W-tec fest in der Hand und ist stolz auf „sein“ Geburtstagskind: „Technologiezentren gibt es in vielen Städten, eine Besonderheit ist sicherlich das über so lange Jahre erfolgreiche PPP-Modell. Dass sich die Gesellschafter und Förderer – eine beachtliche Anzahl Wuppertaler Unternehmen und Institutionen – über 20 Jahre als treue Partner erweisen, das sagt auch etwas über den Standort aus.“

Erfolgsgeschichte(n) in aller Bescheidenheit

Nicht als großes rauschendes Fest, sondern eher als gemütliches Zusammensein – gleich einem Klassentreffen – wurde das Jubiläum im Dachgeschoss von Haus 2 des W-tec begangen. Norbert Brenken, Vorstand der Stadtsparkasse Wuppertal und Vorsitzender des Fördervereins, begrüßte die Gäste. Er nannte das W-tec „einen unverzichtbaren Knotenpunkt im Netz der regionalen Wirtschaft“ und stellte lobend heraus, dass das W-tec seit nunmehr sieben Jahren schwarze Zahlen schreibt. Als Vertreter der Gründungsgesellschafter sprach Erich Giese, Vorstand der Technischen Akademie Wuppertal. Er warf einen Blick zurück in die Anfänge und wirtschaftlichen Existenzkämpfe des Geburtstagskindes. Ebenso wie Brenken erinnerte Giese an den inzwischen verstorbenen Dr. Horst Jordan, quasi dem Geburtshelfer des W-tec, der für ein symbolisches Monatsgehalt von einer D-Mark seinerzeit die Akquisition der Gesellschafter übernahm, bevor er den Staffelstab an den ersten offiziellen W-tec-Geschäftsführer Dr. Rainer Döhl-Oelze übergab. Auch dem ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Paul Peter Muckenhaupt wurde gedacht. Das Unternehmen Muckenhaupt & Nusselt zählt zu den Gründungsgesellschaftern ebenso wie zu den Fördervereinsmitgliedern.

Typisch W-tec

Als nahezu exemplarisch für Erfolgsgeschichten „Made in W-tec“ sind die drei Firmen zu bezeichnen, die sich zur Geburtstagsfeier stellvertretend für die Mieter des W-tec präsentierten: Prof. Dr. Jörn-Uwe Fischbach gründete die Pero-System GmbH 1993 aus der Universität heraus. Als Anbieter für spezielle Messgeräte, die in der Bildaufnahme und -analyse eingesetzt werden, fühlt er sich nach wie vor im W-tec gut aufgehoben. Ebenso wie die Internetagentur PixelProduction, die Axel Kurz 2001 gründete und drei Jahre später dem Gesellschafterkreis des W-tec beitrat. Dem W-tec inzwischen entwachsen, doch nicht minder verbunden, ist die Ceteq GmbH. Dr. Tariq Odeh und seine Mannschaft waren 2004 die ersten Träger des Wuppertaler Wirtschaftspreises aus dem W-tec in der Kategorie „Start-Up“. Mittlerweile ist das Unternehmen in die Nachbarschaft gezogen und hat sich gleich auch noch Erweiterungsflächen im Gewerbegebiet Vorm Eichholz gesichert. Seit 2009 ist auch Ceteq Gesellschafter des W-tec.

Wie es sich für ein richtiges Klassentreffen bzw. Familientreffen gehört, denn als solches konnte man die Zusammenkunft wahrlich bezeichnen, gab es beim anschließenden Imbiss viel Gelegenheit, in Erinnerungen zu schwelgen. Alle freuen sich auf die nächste Zusammenkunft, denn dass die Erfolgsstory des W-tec noch viele Kapitel bereithält, daran hat man nach 20 Jahren keine Zweifel mehr.

www.w-tec.de

Quelle: PM Wifö/W-tec vom 24.02.12