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Russischsprachige Mitbürger in Deutschland

1. Allgemeine Charakteristik

2.Kulturelle Unterschiede

3.Stereotypen

4. Berücksichtigung  der russischen Mentalität bei der Planung einer Marketingstrategie

 

1. Allgemeine Charakteristik

In Deutschland lebt ca. 3,5 Mln. Russen, davon  250.000 (6%) lebt in Berlin. Über  650  000 NRW (20%), Hamburg-Bremen (3%), Rheinland-Pfalz (4%), Hessen (8%), Bayern (14%), Baden-Württemberg (12%), Saxonia (10%). Andere Bundesländer teilen untereinander  1 und 3 %.

( Bundesministerium des Inneren, Infodienst „Deutscher Aussiedler“, Ausgabe 116).

Russische Subkultur in Deutschland:

-Es ist unabhängig davon ob es eine Russe oder Türke ist, wichtig für jeden Mensch ohne Ausnahme- wenn der Teil der nationalen Zugehörigkeit von der Gesellschaft angesprochen wird…

Die Russen:

- Familienbezogen- besonders die Migranten hier in Deutschland. Sie halten sich in der Gruppen, öfter es sind Familiengruppen da die Familien auch groß sind:

- Sie unterhalten zuhause miteinander russisch

- Gerne nehmen ins Anspruch Dienstleistungen von den gleichsprachigen (Ärzte, Einkaufen, Rechtsanwälte usw), besonders wenn um etwas Vertrauliches  geht… Wenn sie ein Problem lösen wollen oder einen Rat brauchen

- Kooperation ist Großgeschrieben- die Russen sind sehr hilfsbereit und helfen sich gegenseitig gerne.

- Misstrauisch, sie trauen manchmal leichter einem Gleichsprachigen, davon ist eine Mundpropaganda ist unter Russen auch verbreitet

- Russen schauen gerne Fern…  Manchmal sehr viel (das hat damit zu tun dass nicht alle sind gut in der Gesellschaft intergiert. Die Ursache: fehlende Sprachkenntnisse und dadurch fehlende Kenntnisse der deutschen Mentalität – deswegen manchmal Geschlossenheit und Misstrauen

- Etwas konservativ (sie sind nicht so flexibel bei der Entscheidungen- bezogen auf Dienstleistungen – praktische Ansicht ist verbreitet, d.h. wenn das Angebot interessant wird (Preise spielen eine Rolle- zum Beispiel sie sind bereit in ein anderes Lebensmittelgeschäft zu fahren um ein paar Euro zu sparen – es hängt nicht immer mit niedrigen Einkommen)

- Sie gehen in die russische Geschäfte Lebensmittel einkaufen und nutzten gerne Dienstleistungen von der sehr gut entwickelnde Infrastruktur des russischen Lebens hier in Deutschland.

- Sie lesen russischsprachige Medien hier in De

- Russischsprachige Medien haben eine gewissen Besonderheit (meisten es sind Boulevard presse – aber es ist öfter unter den russische Migranten, zum Beispiel in den USA ist ähnliche Situation mit den Medien)

- Russen gehen gerne einkaufen generell

- Dritte Generation ist aber kaum von der deutschen zu unterscheiden- es sind diejenige die in die Schule gehen und fangen an mit ihrem Studium

2.Kulturelle Unterschiede

Kultur ist immer „nur“ eine kollektive Prägung. Jeder Mensch ist individuell und darf nicht ausschließlich über seine Gruppenzugehörigkeit beurteilt werden!

 

Es gibt generell zwei Kulturen: westliche und östliche. Deutschland ist ein klassischer Vertreter von der westlichen Kultur und Russland vereinigt in sich West und Ost gleichzeitig aber  leicht tendiert in die Richtung „Östliches“.

Es gibt Methoden die es möglich machen bestimmte Modellen von Verhaltung, Motivation, Denkenweise, Verhaltungsstereotype, Zeitwahrnehmung  zu messen und zu prognozieren

 

-Individualismus: Russland im Gegenteil zu Deutschland gehört zum Land wo Individualismus wenige ausgeprägt.  Das Gefühl „WIR“ wird dominiert. In solchen Kulturen die Persönlichkeit von Geburt an in stabile Gruppen integriert und mit deren sich stark identifiziert.

 

-Hierarchie:

Die Russen gehören zur Kultur wo Hierarchie sehr ausgeprägt ist. Es beeinflusst natürlich die Denkenweise einer der durchschnittlichen Vertreter der Konsumgruppe… Die Entscheidungen gehen von oben nach unten… Von daher die Russen erwarten… eine Direktive… Wenn es ein Autorität gäbe… Deswegen sie vertrauen viel zu viel irgendwelche Quellen von außen

-Höhe und niedrige Kontextbezug

Westliche und östliche Kulturen unterscheiden sich nach höheren und niedrigen Kontextbezug. Es gibt Kommunikationen die sehr von nonverbalem Kontext abhängen

Höher Kontext (Russland)- Bedeutung in der nonverbalen Kommunikation (Gestik, Mimik, Augenausdruck, Pausen zwischen den Wörtern,  Öfter der Sinn des Gesagtes ist sehr im Kontext gesteckt.

In Deutschland Kommunikationen gründen sich auf eine Botschaft die sich verbal äußert: das wird gemeint was gesagt (ist eine Kultur mit niedrigem Kontext)

-Zeitverhältniss: Monochrone (Deutschland) und  Polychrone (Russland)

 

„Immer eins nach dem anderen“ – besser könnte man die monochrone Zeiteinteilung kaum beschreiben. Gemäß diesem Zeitverständnis geht man einer Beschäftigung nach und beginnt erst dann mit der nächsten, wenn die erste abgeschlossen ist. Zeit dient dazu, den Alltag zu ordnen

und in strukturierte Bahnen zu lenken.In polychronen Gesellschaften hingegen werden viele Dinge gleichzeitig erledigt, d.h. neue Aufgaben werden angefangen, ohne die alten vorher abgeschlossen zu haben. Der Schwerpunkt liegt nicht auf der Einhaltung von Terminen, sondern auf der Kommunikation mit Menschen und der Erledigung von Aufgaben.

Stereotypen

 

  1. - Dort ist kalt
  2. Die Russen saufen viel
  3. Und alle sind korrupt

Deutsche denken, die Russen seien:

trinkfest – 90%

gastfreundlich – 88%

tapfer – 78%

gefühlsbetont – 65%

großzügig – 62%

friedliebend – 62%

staatsgläubig – 60%

gebildet – 56%

4. Berücksichtigung  der russischen Mentalität bei der Planung einer Marketingstrategie

1. Wichtig ist die russische Identität ansprechen

2. In der Kommunikation und  Werbemittel  den Kontext nutzten

3. Den „Held“ anbieten –Hierarchisches Denkenweise berücksichtigen

4. Stereotypen nutzen

5. Mit Infrastrukturen zusammenarbeiten (über Händler, russisch Geschäfte usw)

6. Russische Medien miteinbeziehen

7. Auf „russisch“ werben

8. Mundpropaganda aktivieren

9. Im Angebot die Vorteile des Preises zeigen

10.Humor nutzen